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Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014


Gruenspecht
Bild: NABU / T. Dove


Für das Jahr 2014 haben NABU und LBV den Grünspecht zum Vogel des Jahres gekürt.

Oftmals fällt die Wahl zum Vogel des Jahres auf eine Art, die in ihrem Bestand besonders gefährdet ist oder deren Lebensraum starken Beeinträchtigungen ausgesetzt ist. Um hervorzuheben, dass es auch in der Vogelwelt nicht nur Negativtrends gibt, sondern dass hier durchaus auch erfreuliche Entwicklungen stattfinden, fiel die Wahl zum Vogel des Jahre 2014 diesmal auf eine Art, die zwischen 1991 und 2010 in ihrem Bestand stark zugenommen hat. Mit dem Grünspecht wurde eine Art als Jahresvogel ausgewählt, die als Kulturfolger gelten kann und deren Vorkommen oftmals eng mit dem Grad der Nutzung der Landschaft durch den Menschen in Zusammenhang steht.

Nach dem Buntspecht ist der Grünspecht die zweithäufigste in Deutschland vorkommende Spechtart. Den wellenförmigen Flug zeigen die meisten Vertreter dieser Familie.

Neben dem Grünspecht gibt es in Deutschland noch 8 weitere Spechtarten, die regelmäßig hier brüten. Der Buntspecht ist mit 650.000 Brutpaaren der häufigste Vertreter der Familie der Spechte. Klein- und Mittelspecht sind eher selten und bewohnen, wie auch der Buntspecht, sowohl Wälder, als auch Parks und Gärten. Der Schwarzspecht ist die größte Spechtart in Deutschland und unterscheidet sich durch sein rein schwarz-rotes Gefieder deutlich von den anderen Arten. Die Zwillingsart des Grünspechtes ist der Grauspecht. Nicht nur optisch ähneln sich beide Arten sehr, sie suchen auch beide bevorzugt Nahrung am Boden und werden deshalb zu den „Erdspechten“ gezählt. Dreizehen- und Weißrückenspecht sind bei uns eher selten, da sie auf totholzreiche Wälder angewiesen sind. Auch der Wendehals gehört zur Familie der Spechte, unterscheidet sich aber vor Allem durch sein schlichtes braunes Gefieder von den anderen Arten.

Der Grünspecht gilt in Deutschland als regelmäßiger und weitverbreiteter Brutvogel. Der Brutbestand wird derzeit auf 40.000 bis 76.000 Brutpaare geschätzt und macht damit etwa 6-7% des Weltbestandes aus. Der europäische Gesamtbestand wurde 2004 auf rund 860.000 Brutpaare geschätzt und stellt über 75% des Weltbestandes dar. Europa hat daher eine große Verantwortung für diese Art! Laut Angaben des DDA hat sich der Grünspechtbestand deutschlandweit zwischen 1991 und 2011 verdoppelt. Der Grünspecht zeigt damit die deutlichste Zunahme unter allen häufigen Vogelarten in Deutschland während dieses Zeitraums! Auch der europaweite Bestandstrend für diesen Zeitraum ist positiv: Der Grünspechtbestand ist hier um etwa 50% angewachsen.

Der Grünspecht ist ein etwa hähergroßer Specht mit olivgrüner Oberseite, gelbgrünem Bürzel, rotem Scheitel und schwarzer Augenmaske. Bei 31 bis 33 cm Größe wiegt er durchschnittlich zwischen 150 und 220 g, seine Flügelspannweite beträgt zwischen 40 und 42 cm.

Geschlechter
Anhand der Färbung des Wangenstreifs lassen sich die Geschlechter unterscheiden:
Männchen (links): Wangenstreif schwarz mit roter Füllung
Weibchen (rechts): Wangenstreif ganz schwarz

Das Leben in der Vertikalen und die spezifische Lebensweise verlangen nach speziellen Anpassungen: Hierfür haben die Spechte im Laufe der Evolution einige morphologische Besonderheiten ausgebildet. Eine dieser Anpassungen ist beispielsweise der Stützschwanz. Die verdickten Schäfte der Steuerfedern (insbesondere die der mittleren) sorgen für die nötige Stabilität und einen sicheren Halt am Baumstamm, was z.B. beim Höhlenbau und beim Füttern der Jungtiere besonders wichtig ist.

Neben dem Stützschwanz helfen dem Grünspecht auch seine kräftigen, rau beschuppten und mit scharfen Krallen ausgestatteten Füße, sich am Stamm festzuhalten. Dabei sind zwei Zehen nach vorne gerichtet und zwei nach hinten und fungieren wie ein Steigeisen (Zygodactyle Zehenanordnung).

Grün- und Grauspecht werden auch „Erdspechte“ genannt. Sie suchen ihre Nahrung fast ausschließlich auf dem Boden und suchen weitaus seltener, als beispielsweise der Buntspecht, Bäume zum Nahrungserwerb auf.

Der Grünspecht hat sich auf Ameisen als Hauptnahrungsquelle spezialisiert. Wie viele andere Spechtarten verfügt er über eine lange, klebrige und sehr bewegliche Zunge, die an der verhornten Spitze mit Widerhaken versehen ist und die er bei der Nahrungssuche sehr geschickt einzusetzen weiß. Mit über 10 cm hat er die längste Zunge aller in der Westpaläarktis vorkommenden Spechtarten.

Der kräftige und gerade Schnabel des Grünspechts kann mit Recht als Multifunktionswerkzeug bezeichnet werden. So dient er nicht nur zum Höhlenbau, bei dem er wie ein Meißel verwendet wird, sondern wird bei der Nahrungssuche auch gezielt wie eine Pinzette verwendet. Auch Laubhaufen werden durchwühlt und Moospolster angehoben um an Nahrung zu gelangen. Hat er einen Ameisenhaufen gefunden, so hackt er bis zu 8 cm tiefe, trichterförmige Löcher in diesen, um an die Ameisen und deren Entwicklungsstadien zu gelangen.

Trichterförmige Öffnungen im Boden verraten, dass hier der Grünspecht auf Nahrungssuche war. Mit seinem Schnabel hackt er die Trichter in den Ameisenhaufen und ertastet mit schlängelnden Zungenbewegungen die in den abgeschnittenen Gängen erscheinenden Ameisen. Solche Trichter sucht der Grünspecht manchmal über Wochen hinweg auf.

Neben Ameisen und deren Entwicklungsstadien bedient sich der Grünspecht gelegentlich auch an reifem Fallobst, seltener frisst er Schnecken, Regenwürmer, Wespenlarven, Käfer, Wanzen, Bienen oder andere Wirbellose. Streuobstwiesen stellen aufgrund ihrer nachhaltigen extensiven Bewirtschaftung einen optimalen Lebensraum für den Grünspecht dar. Der halboffene Landschaftscharakter solcher Lebensraumtypen kommt dieser Art sehr entgegen. Eine Streuobstwiese kann bei naturgerechter Pflege eine Vielzahl verschiedener Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Die lückigen Grünlandbestände am Fuße der Obstbäume bieten dem Specht ein optimales Nahrungshabitat.

In der Regel besiedelt der Grünspecht nur die Randzonen von Laub- und Mischwäldern. Er dringt nur tiefer ins Waldesinnere ein, wenn er dort Waldwiesen, Kahlschläge oder große Lichtungen vorfindet.

Typische dörfliche Randstrukturen mit altem Baumbestand und gutem Höhlenangebot werden vom Grünspecht gerne als Lebensraum angenommen. Sie bieten reichlich Nahrung und ausreichende Nistmöglichkeiten.

Nicht nur Streuobstwiesen, lichte Waldbereiche und -ränder bieten dem Grünspecht einen geeigneten Lebensraum, auch Parks und größere Gartenanlagen sind Habitate in denen er sich wohlfühlt. Die lichten und aufgelockerten Baumbestände in Kombination mit den offenen Grünlandflächen bieten dem Specht gute Lebensbedingungen und geben uns die Chance, den Grünspecht auch in direkter Umgebung des Menschen zu beobachten. Wenn man Glück hat, kann man dem Specht dann sogar in unmittelbarer Nähe bei der Suche nach Ameisen zusehen.

Anders als viele andere Spechtarten, bei denen die bekannten Trommelwirbel der Partnerwerbung und Reviermarkierung dienen, verständigen sich Grünspechte untereinander vornehmlich durch Gesang und Rufe. Die typischen, wie Lachen klingenden Soziallaute dienen der Partnerfindung und der Revierverteidigung. Besonders im Februar und März sind die Spechte stimmfreudig, wenn die Brutzeit vor der Tür steht und es darum geht, geeignete Höhlen auszukundschaften oder zu bauen. Außerhalb der Brutzeit streifen die Spechte meist als Einzelgänger umher.

Spechte verfügen über ein ganzes Regime an Höhlen, doch nicht jedes Jahr werden neue angelegt. Höhlen baut der Grünspecht vor Allem in Laubhölzern wie Buche, Eiche, Bergahorn oder Linde. Dabei werden Baumarten mit weicherem Holz bevorzugt. Als Bruthöhlen nutzt er gerne Althöhlen und die Höhlen anderer Spechtarten. Aber häufig legen die Spechte auch vorsorglich neue Höhlen an. Hierfür werden erste Löcher in einen Baumstamm gehackt, der dann im Laufe der Zeit ausfault, was die weitere Bearbeitung erleichtert.

Am Höhlenbau sind beide Geschlechter beteiligt, wobei das Männchen daran den größeren Anteil hat. Die Höhle befindet sich für gewöhnlich in einer Höhe zwischen 2 und 10 Metern. Der Eingang ist rund oder elliptisch und misst im Durchmesser ca. 63 - 65 mm. Die Tiefe der Behausung variiert zwischen 25 und 59 cm. Normalerweise baut ein Paar etwa 2 bis 4 Wochen an einer Höhle.

Die Weibchen legen zwischen 5 und 8 rein weiße Eier, die auf eine dünne Schicht aus Holzspänen gelegt werden. Der Grünspecht trägt, wie alle Spechtarten, nicht noch zusätzliches Nistmaterial in das Nest. Nachdem sich 14-17 Tage lang Männchen und Weibchen beim Brüten abgewechselt haben, schlüpfen die Jungvögel. Im Alter von 23 bis 27 Tagen sind die jungen Grünspechte flügge und verlassen die Höhle. Oft werden die Jungvögel nach dem Ausfliegen jedoch noch für 3 bis 7 Wochen von den Elterntieren betreut.

Nach Ende der Brutzeit trennt sich das Elternpaar wieder. Trotzdem bleiben sich die Partner über mehrere Jahre treu und beginnen im Frühjahr wieder zusammen mit dem Brutgeschäft. Nach einem Jahr sind die Jungspechte geschlechtsreif und können selbst zur Brut schreiten.

Nur wenige Tierarten sind in der Lage, eine Baumhöhle selbst zu zimmern. Umso mehr freuen sich Fledermäuse, wie das Braune Langohr, und Kleinsäuger, wie der Siebenschläfer, über die komfortable Behausung. Aber auch Hornissen und andere Vogelarten, wie Sperlingskauz oder Gartenrotschwanz, der Vogel des Jahres 2011, ziehen gerne als Nachmieter ein.

Der seltene Grauspecht ist der nächste Verwandte des Grünspechts und stellt in Deutschland zugleich die einzige optische Verwechslungsmöglichkeit dar. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spechtarten findet die Nahrungssuche bei diesen beiden Arten zum überwiegenden Teil am Boden statt. Das Weibchen des Grauspechts trägt seinen Namen zu Recht. Ihr fehlt die rote Kopfzeichnung komplett. Die Ansprüche des Grauspechts an seinen Lebensraum überlappen sich teilweise mit denen des Grünspechts. Im Vergleich zum Grünspecht kommt der Grauspecht jedoch verstärkt auch im Inneren von Wäldern vor und nutzt Totholz noch intensiver als der Erstgenannte. Auch beim Grauspecht machen Ameisen einen Großteil der Nahrung aus, er ernährt sich im Gegensatz zum Grünspecht aber eher von den waldbewohnenden Ameisen-Arten. Eine Baumhöhle bietet Schutz vor Witterung und Fressfeinden. Im Vergleich zu freibrütenden Vogelarten, bei denen nur 45% aller Bruten erfolgreich verlaufen, liegt der Bruterfolg bei Spechten im Schnitt bei 80%. Oft benutzen Grünspechte auch alte Grauspechthöhlen und umgekehrt. Um beim Höhlenzimmern keine Kopfschmerzen zu bekommen, verfügen der Grünspecht und seine Verwandten über ein verstärktes Kopfskelett und eine federnde Verbindung zwischen Oberschnabel und Hirnschädel, die wie ein Stoßdämpfer wirkt.

Unterschied Gruen- Grauspecht
Unterscheidungsmerkmale zwischen Grün- und Grauspecht Männchen Grünspecht: Rote Scheitelfärbung zieht sich von der Stirn bis in den Nacken, Irisfärbung weißlich, breiter Bartstreif schwarz mit roter Füllung, schwarze Augenmaske („Räubermaske“/ „Zorro“),
Grauspecht: Auf die Stirn begrenzter roter Fleck, Iris hellrosa bis karminrot, Bartstreif schmal und nur schwarz, nur Zügelstreif schwarz

Eine der Hauptgefährdungsursachen für Grünspecht, Grauspecht und Wendehals gleichermaßen ist der Rückgang von Ameisenbeständen. Massiver Biozideinsatz, wie im Obstbau, kann zur Abnahme der Bestände führen.

Weitere Faktoren, die sich negativ auf das Ameisenvorkommen auswirken, sind beispielsweise die Eutrophierung der Landschaft, zu häufige oder ausbleibende Wiesenmahd, Verlust von Saumhabitaten und Randstrukturen, sowie saurer Regen.

Auch ältere Alleebaumbestände können als Lebensraum für den Grünspecht fungieren. Gerade für unerfahrene Jungtiere kann die Nähe zum Straßenverkehr jedoch schnell zur tödlichen Gefahr werden.

Als Standvogel erleidet der Grünspecht in Kältewintern mit einer lange geschlossenen Schneedecke oft erhebliche Verluste durch Hungertod, was mit seiner Spezialisierung auf Ameisen als Hauptnahrungsquelle zu tun hat. Er kann zwar Ameisenhaufen auch im Schnee aufspüren und Tunnel durch den Schnee buddeln, um zu ihnen zu gelangen. Aber bei gefrorenem Boden wird es auch für den Grünspecht schwierig, an seine Beute zu kommen. Grauspechte, die auch bei uns überwintern, fressen zwar auch häufig Ameisen, weisen insgesamt aber ein etwas breiteres Nahrungsspektrum auf. So sind Grauspechte von langen Wintern meist weniger betroffen als die hochspezialisierten Grünspechte.

Als Vogelart deren Lebensraum auch Parks und Gärten sind, ist für den Grünspecht der Erhalt innerstädtischer Parkanlagen, Brachflächen und Grünflächen essentiell. Mit zunehmender Flächenversiegelung wird der Grünspecht aus unseren Städten verdrängt. Während der Nahrungssuche ist der Grünspecht auf Bereiche mit niedriger Vegetation angewiesen. Waldlichtungen oder Wiesen in Waldrandlage sind dafür nahezu optimal geeignet. Der Umbruch von Grünlandflächen und die anschließende Umwandlung in Ackerland machen die Fläche für die Bedürfnisse des Spechtes unbrauchbar. Die Zerstörung alter, höhlenreicher Baumbestände, z.B. für die Energiegewinnung durch Hackschnitzelwerke, kann sich bei geringem Angebot an alternativen Nistmöglichkeiten negativ auf lokale Grünspechtbestände auswirken. Die langfristige Ansiedlung und der Erhalt bereits bestehender Ameisenvölker gelten als beste Methoden zum Schutz des Grünspechts. Eine große Rolle spielt hierbei die Erhaltung alter Obstbaumbestände und einer vielfältigen, extensiv genutzten Kulturlandschaft.

Auch eine Umstrukturierung von Nadelholzmonokulturen in Mischwaldbestände wirkt sich auf das Ameisenvorkommen in einem bestimmten Gebiet meist positiv aus. Durch den Erhalt und die Pflege von Magerrasen, Ruderalflächen, Heidegebieten und Saumstrukturen werden nicht nur Ameisen gefördert, es dient auch einer Vielzahl anderer selten gewordener Tier- und Pflanzenarten.

Ebenso wie die Erhaltung geeigneter Lebensräume spielt auch die Bewirtschaftungsform und -intensität von Grünlandbiotopen eine Rolle. So werden durch zu häufiges Mähen oder zu starke Beweidung die oberirdischen Kuppen der Ameisennester zerstört, sodass sich kaum mehrjährige Nester etablieren können und diese zu intensiv bewirtschafteten Bereiche gemieden werden. Aber auch zu stark verkrautete und verfilzte Bereiche mit hoher Vegetation können sich negativ auf den Ameisenbestand auswirken, da es unter ihnen viele wärmebedürftige Arten gibt, die von Sonnenlichteinstrahlung profitieren.

Grünspechtschutz beginnt vor der eigenen Haustür: Durch den Verzicht auf Pestizide (wie z.B. Ameisengift), eine schonende Gartenpflege und die Verwendung standortheimischer Pflanzen im eigenen Hausgarten kann der umweltbewusste Gartenfreund viel für den Schutz des Grünspechts tun. Ebenso sollte in Parks und öffentlichen Grünflächen im städtischen Bereich verfahren werden. Damit seine Hauptnahrung für ihn erreichbar bleibt, benötigt der Grünspecht offene Rohbodenstellen und niedrige Vegetation.

Eine extensive Beweidung stellt für viele Halbtrockenrasenflächen, Streuobstwiesen und ehemalige Hutewaldlichtungen die wohl natürlichste kulturhistorische Form der Pflege dar. Durch Schafbeweidung werden v.a. Ober- und Mittelgräser zurückgedrängt und eine Verfilzung der Grasnarbe verhindert. Mithilfe von Ziegenbeweidung kann die im Laufe der Sukzession fortschreitende Verbuschung effektiv verhindert oder zurückgedrängt werden. Durch den Tritt der Herde werden darüber hinaus offene Rohbodenstellen geschaffen, die nicht nur für viele konkurrenzschwächere Pflanzenarten von großer Bedeutung sind, sondern auch dem Grünspecht die Nahrungssuche erleichtern.

Die Neuanlage, Erhaltung, Pflege und Nutzung alter Streuobstbestände fördert neben dem Grünspecht und seiner Hauptnahrung, den Ameisen, auch weitere Vogelarten, wie Wendehals, Gartenrotschwanz oder Baumpieper. Auch seltene Arten, wie Halsbandschnäpper, Steinkauz oder Wiedehopf, profitieren vom Fortbestand solcher Lebensräume. Der Grünspecht fungiert hier also als Schirmart, sein Schutz nützt auch einer Vielzahl anderer Arten.

Wenn Streuobstbestände auch in Zukunft gepflegt werden, Brachflächen, naturnahe städtische Grünanlagen und Parks auch künftig als Erholungsräume für den Menschen erhalten und geschaffen werden und Strukturreichtum in der Kulturlandschaft zugelassen wird, dann wird das auch dem Grünspecht in die Karten spielen und sein lachender Ruf wird dort noch über Generationen zu hören sein.

Werden Sie aktiv und erhalten Sie die Lebensräume des Grünspechts… damit ihm das Lachen nicht vergeht!


(Aus NABU-Netz-Präsentation "Vogel des Jahres")